Projektbeschreibung

bau1haus

Berlin, im Januar 2015

Eine Sammlung Bauhaus angelehnter Architektur auf der Welt – Projektbeschreibung Bau1Haus von Jean Molitor

Bauhaus ist für den Berliner Fotografen Jean Molitor mehr als ein Stil. Es ist eine epochemachende Bewegung für Architektur und Design aus dem Deutschland der Kaiserzeit, dem Jugendstil sowie der Weimarer Republik, die uns heute noch fasziniert, zur Reflexion auffordert und deren Formensprache weiterhin bewegt. Im Jahr 2019 feiert das Weimarer Bauhaus sein hundertjähriges Bestehen. Man kann sagen, seinen 100. Geburtstag, denn Bauhaus als Eckpfeiler der einstigen Moderne lebt weiter in Design und Architektur.

Doch der Einfluss geht noch tiefer. An Bauhaus Angelehntes ist allgegenwärtig und vor allem in seiner architektonischen Ausprägung weltweit zu finden. Diese internationalen Verbindungen sichtbar zu machen, ist das Ziel des Projekts Bau1Haus. In seinen Fotografien stellt er Fragen nach Querverbindungen und Einflüssen zwischen Deutschland, Russland, Israel, aber auch Kambodscha oder Burundi. „Ich möchte mit Bau1Haus zeigen, wie wirkmächtig das Bauhaus und ähnliche Strömungen auf der ganzen Welt waren. Mein Ziel ist ein weltweites Fotoarchiv dieser Gebäude“, sagt er. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur prachtvolle Bauten wie beispielsweise die Dessauer Meisterhäuser, sondern die Gebrauchsarchitektur von Wohnanlagen oder Fabrikgebäuden. Molitor will diese Fragmente eines Zeitgeists in ihrer alltäglichen Ausformung sichtbar machen.

Denn besonders diese Werke sind bedroht. Viele Bauten rettet er durch die fotografische Dokumentation vor dem Vergessen, ist doch oft der Zerfall nicht weit entfernt. Die Fotografie kann diese Zeit nicht zurückdrehen, aber ein Stück weit festhalten. Passend dazu auch die Art der Fotografie. Mit einem extrem nüchternen Blick, ausgelöst von einer leicht erhöhten Position, hält Jean Molitor die Architektur fest. Mess-Bildtechnik nennt er sein Verfahren mit Verweis auf historische Vorbilder. Die Häuser wirken auf den Fotos gleichermaßen steril und erhaben, nur selten sind Menschen auf den Abbildungen zu sehen.

Für sein Projekt reist er um die ganze Welt. Angefangen hat alles 2009 im Osten Afrikas. Mit finanzieller Unterstützung der Botschaften von Frankreich und Deutschland fotografierte Jean Molitor in Bujumbura, der Hauptstadt von Burundi. Daraus entstand eine erste Ausstellung in Burundi, die für großes Interesse auch seitens der burundischen Politik sorgte. Molitor musste in Afrika allerdings auch besichtigen, dass in großem Stile jene Architektur vernichtet wird. Sei es durch internationale Investitionen oder durch Vernachlässigung in tropischem Klima. Auch an anderen Orten ist eine Sanierung oft zu teuer. „Ich verstehe meine Arbeit als Wettlauf gegen die Zeit“, beschreibt Molitor die Dringlichkeit. Mit seinen Fotos zeigt er die Schönheit des Bauens dieser Epoche und erforscht die Hintergründe von Bauten, die nicht selten arglos an der Straße stehen, meist unbeachtet von seinen zeitgenössischen Nutzern.

Weitere Orte der Dokumentation waren bisher Länder in Europa, Asien oder Lateinamerika. Die ersten Fotografien wurden zuletzt in einem Kalender über Afrika festhalten. Auf einer Homepage ist der aktuelle Stand der Arbeit zu sehen. Postkarten und Poster zeigen erste Ausschnitte des Großprojekts, ermöglichen die Teilhabe der Öffentlichkeit. Die Ergebnisse dieser Arbeiten sollen auf einer weltweiten Wanderausstellung präsentiert werden. Dabei liegen überraschende Spuren der Bauhaus-Architektur besonders im Fokus der Bemühungen. Israel, Chile oder Argentinien fallen da als exotische Orte ein, aber auch Rostock oder Berlin. Die Ausstellung soll dort hingehen, wo Menschen schon jahrzehntelang mit ihren Architekturschätzen leben, aber sich dessen vielleicht nicht immer bewusst sind.

Der Katalog der zu dokumentierenden Architektur wächst täglich. Schon jetzt gibt es hochwertige Fotografien aus über 10 Ländern. Um das Archiv des modernen Bauens der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu vervollständigen, ist Jean Molitor auf Unterstützung angewiesen. Als Partner hat er bisher Dr. Ing. André Deschan vom Studiengang Architektur der Beuth Hochschule für Technik Berlin gewonnen. Für seine Recherchen, die komplexen Fotoarbeiten und Reisen sucht Jean Molitor derzeit private oder institutionelle Förderer.

Jean Molitor steht für alle Ihre Fragen und Interviewwünsche jederzeit gern zur Verfügung. Ebenso unterstützen wir Sie mit Fotomaterial.

Kontakt und weitere Information unter:

Pressekontakt:

Jean Molitor

Marchlewskistraße 101
10243 Berlin

info@jeanmolitor.de

Sehr gut. Danke. Kommunikation.

Sebastian Himstedt

Tel.: 030 – 99 00 78 78

himstedt@sehrgutdanke.de

www.bau1haus.de

www.sehrgutdanke.de

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